Video: Enthüllung einer Gedenktafel anlässlich des 200. Geburtstages von Rabbiner Abraham Geiger in Berlin

Video Feature on the Abraham Geiger College, DW World, January 2007

Reportage über die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg, Deutsche Welle, Januar 2007

Kescher Magazin
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Abraham Geiger Preis 2008

an S.K.H. Prinz Hassan bin Talal von Jordanien
SKH Prinz Hassan von Jordanien
SKH Prinz Hassan von Jordanien
SKH Prinz Hassan von Jordanien mit seiner Frau, IKH Prinzessin Sarvath El Hassan
SKH Prinz Hassan von Jordanien mit SKH Prinz Khaled Bin Faisal von Saudi Arabien
SKH Prinz Hassan von Jordanien
SKH Prinz Hassan von Jordanien
SKH Prinz Hassan von Jordanien erhält den "Champion of the Earth Award 2007" der UNEP
SKH Prinz Hassan von Jordanien eröffnet zusammen mit seiner Tochter, Prinzessin Rahma, ein Sportzentrum für sehbehinderte Kinder

Porträt: Prinz Hassan bin Talal

El Hassan bin Talal wurde 1947 in Amman geboren und studierte in Oxford Orientalistik. Er stammt aus der Dynastie der Haschemiten, deren Stammbaum bis zum Propheten Mohammed zurückreicht 1965 wurde er Kronprinz von Jordanien und enger politischer Berater seines Bruders König Hussein. Er ist der Onkel des heutigen jordanischen Königs Abdullah II. In Jordanien hat Prinz Hassan, der mit Prinzessin Sarvath verheiratet und Vater von vier Kindern ist, zahlreiche wissenschaftliche Institutionen gegründet, so etwa 1981 das Arab Thought Forum, 1987 das Higher Council for Science and Technology und 1994 das Royal Institute oft Inter-Faith Studies. Eri ist außerdem Begründer der Islamic Scientific Academy und der Al al–Bait-Universität im jordanischen Mafraq.

Neben Institutionen, die sich der Entwicklungspolitik in Jordanien widmen, rief Prinz Hassan 1972 die Royal Scientific Society und 1994 das Royal Institute for Interfaith Studies in Amman ins Leben . Darüber hinaus ist Prinz Hassan, der bis 2007 Präsident des Club of Rome war, in zahlreichen Gremien wie etwa der Foundation for Interreligious and Intercultural Research and Dialogue in Genf tätig. Durch seine zahlreichen Initiativen und Publikationen zum Dialog zwischen den drei abrahamitischen Religionen sowie durch den Aufbau von Institutionen hat er diesen Dialog vorangetrieben. Im vergangenen November präsentierte Prinz Hassan das Weißbuch „Clean Power from Deserts - The DESERTEC Concept for Energy, Water and Climate Security“ im Europaparlament in Brüssel. Er ist ein großer Verfechter der Gewinnung von Solarenergie in der Wüste und plädiert für den großangelegten Transfer von Solarenergie nach Europa.

In seinem breit angelegten wissenschaftlichen Werk, das sich durch profunde Kenntnisse des Christentums auszeichnet, lässt sich eine moderne Vertiefung und Entfaltung des Islams ablesen, die die eigenen Wurzeln respektiert und zugleich neue Dimensionen eröffnet. Prinz Hassan ist auch mit jüdischer Religion und Geschichte vertraut und hat Hebräisch gelernt. Der Präsident des Arab Thought Forum in Amman beantwortet die Fragen, die der Westen dem Islam heute stellt - Fragen nach der Stellung der Frau, den Menschenrechten, der Demokratie und den Rechten religiöser Minderheiten - aus der Kenntnis des Islams heraus und im Blick auf die Gegenwart. Seine Auseinandersetzung mit jüdischer Religion und Geschichte kommt auch in dem Video-Grußwort zum Ausdruck, das Prinz Hassan auf der neuen arabischsprachigen Website von Yad Vashem spricht: „Diese pädagogische Website über den Holocaust auf Arabisch stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, die Themen zu erlernen und zu verstehen, die nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch unerlässlich für unser heutiges Leben sind“
„Wir haben mehr gemeinsam als wir annehmen“, sagte Prinz Hassan 2007 anlässlich des Leibniztages der  Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. „Im Kontext des Nahen Ostens ist Frieden nicht alleine die Abwesenheit von Krieg; er ist ein Prozess, der zwischen Menschen etabliert werden muss, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. In solchen Begriffen sollten wir denken, anstatt uns nach Nation oder Glaubensbekenntnis auseinanderdividieren zu lassen. Anstatt einzelne menschliche Errungenschaften zu unserem Eigentum zu erklären, sollten wir im Lichte unseres universellen Bewusstseins ihren multiplen Ursprung akzeptieren.“

„Im neuen Jahrhundert, das schon jetzt von tragischen Konflikten gezeichnet ist, müssen wir den Glauben an unsere Fähigkeit bewahren, die zahllosen Herausforderungen zu meistern, mit denen wir konfrontiert sind. Zur Verfügung steht uns ein Erbe des Engagements und der Entdeckung, das uns durch diese dunkleren Tage führen kann. Ich hoffe, dass unsere kollektive Weisheit uns zu neuer Harmonie und neuer Erleuchtung führen wird. Um es mit Hersch Lauterpacht auszudrücken: Wir müssen ein Gesetz des Friedens entwickeln, das die Beziehungen zwischen Staaten und Menschen regelt.“ Prinz Hassan bin Talal
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