Video: Enthüllung einer Gedenktafel anlässlich des 200. Geburtstages von Rabbiner Abraham Geiger in Berlin

Video Feature on the Abraham Geiger College, DW World, January 2007

Reportage über die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg, Deutsche Welle, Januar 2007

Kescher Magazin
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Abraham-Geiger-Preis

10.06.2009


In der andauernden Krise im katholisch-jüdischen Dialog will das Abraham Geiger Kolleg ein Zeichen setzen, wenn es mit Hans Küng (Tübingen) einen katholischen Theologen ehrt, der selbst als Kritiker konservativer Positionen gilt. Der Preis wird am 18. Juni 2009 in der Bayerischen Vertretung in Berlin verliehen. Laudator ist Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert.

Prof. Dr. Hans Küng (geb. 1928) hat mit seinem Werk „Das Judentum“ eine der überzeugendsten Monographien über das Judentum als Weltreligion geschaffen. Der inzwischen verstorbene jüdische Religionswissenschaftler Ernst Ludwig Ehrlich formulierte im Namen der Jury: „Als Präsident der Stiftung Weltethos haben Sie ein Zeichen gesetzt, wie das globale Miteinander gelingen kann, jenseits aller religiösen Schranken. Sie haben Ihren Glauben lebenslang in Freiheit gelehrt und vertreten. In Ihrem Buch über das Judentum ist Ihnen eine wertvolle und wesentliche Analyse gelungen, die innerhalb des Judentums Anstöße gegeben hat und weit darüber hinaus Wirkung entfalten konnte. Deshalb hat sich die Jury des Abraham Geiger Preises entschlossen, Ihnen für Ihr Lebenswerk den Abraham Geiger Preis im Jubiläumsjahr 2009 anzutragen.“

Das Preisgeld von 10.000 € soll für einen Studienfonds verwendet werden, der Studierenden des Abraham Geiger Kollegs interreligiöse Begegnungen ermöglicht. Das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam ist das erste liberale Rabbinerseminar in Deutschland seit dem Holocaust und feiert 2009 sein zehnjähriges Bestehen. Das interreligiöse Gespräch hat in der Rabbinerausbildung von Anfang an eine wichtige Rolle gespielt; im vergangenen Herbst nahmen die Studierenden beispielsweise auf Einladung von Erzbischof Jozef Zycinski an einem Seminar mit katholischen Seminaristen im polnischen Lublin teil.

Der Preis erinnert an den großen Denker des liberalen Judentums, Abraham Geiger (1810–1874), dem drei Prinzipien wichtig waren: die Freiheit des Gewissens und des Glaubens, die Freiheit der Forschung und der Lehre, sowie die Meinungsfreiheit aller Menschen. Der Abraham Geiger Preis würdigt Verdienste um das Judentum in seiner Vielfalt. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählten S.K.H. Prinz Hassan bin Talal von Jordanien, Karl Kardinal Lehmann, Alfred Grosser, Emil Fackenheim und Susannah Heschel.

Die Preisverleihung findet am 18. Juni um 19 Uhr in der Bayerischen Vertretung in Berlin, Behrenstraße 21/22, statt.

Kontakt für Medienvertreter: Hartmut Bomhoff, bomhoff@abraham-geiger-kolleg.de

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