Video: Enthüllung einer Gedenktafel anlässlich des 200. Geburtstages von Rabbiner Abraham Geiger in Berlin

Video Feature on the Abraham Geiger College, DW World, January 2007

Reportage über die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg, Deutsche Welle, Januar 2007

Kescher Magazin
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Einladung zur zweiten Ordinationsfreier mit Investitur

17.06.2009


Ordinationsgottesdienst des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam
am 18. Juni 2009 um 10 Uhr in der Synagoge Rykestraße Berlin

Die Ordination wird gewährt durch
Rabbiner Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Jacob, Präsident des Abraham Geiger Kollegs

unter Mitwirkung von:
Rabbiner Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Homolka, Rektor des Abraham Geiger Kollegs
Professor Dr. Admiel Kosman, Akademischer Studienleiter des AGK, Prof. für Talmud
Rabbiner Drs. Edward van Voolen, Studienleiter für die praktische Ausbildung, Abraham Geiger Kolleg
Rabbiner Dr. Tovia Ben Chorin, Mitglied des Direktoriums des Abraham Geiger Kollegs
Rabbiner Dr. Michael Leipziger, Rabbi-in-Residence, Abraham Geiger Kolleg
Rabbiner David Goldberg O.B.E., Mitglied des Kuratoriums des Abraham Geiger Kollegs
Rabbiner Harry Jacobi M.B.E., Mitglied des Kuratoriums der Leo Baeck Foundation
Rabbinerin Dr. Ellen Weinberg Dreyfus, Präsidentin der Zentralkonferenz Amerikanischer Rabbiner
Rabbiner Dr. Michael Shire, Vice-Principal des Leo Baeck College London
Rabbinerin Naamah Kelman, Dekanin des Hebrew Union College - Jewish Institute of Religion Israel
Rabbiner Professor Dr. Leonard Kravitz, Professor am Hebrew Union College New York
Rabbinerin Professor Dr. Dalia Marx, Professorin für Liturgie am Hebrew Union College Jerusalem

Der Gottesdienst wird mitgestaltet durch:

Landesrabbiner a.D. Dr. Henry G. Brandt, Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz
Rabbinerin Gesa Ederberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin, Dozentin am AGK, Masorti Deutschland
Rabbiner Dr. Daniel Katz, Düsseldorf
Rabbiner Professor Dr. Andreas Nachama, Synagoge Sukkat Schalom, Jüdische Gemeinde zu Berlin
Landesrabbiner Jonah Sievers, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen
Landesrabbiner Dr. William Wolff, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Mecklenburg-VP

Kantor Oljean Ingster, Synagoge Rykestrasse, Jüdische Gemeinde zu Berlin
Kantor László Pasztor, Jüdische Gemeinde zu Berlin
Kantorin Mimi Sheffer, Jewish Institute of Cantorial Arts Potsdam
Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin

Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland (Grußwort)
Michael Grabiner, Senior Vice President, World Union for Progressive Judaism
Leslie Bergman, World Union for Progressive Judaism – European Region (Grußwort)
Dr. Jan Mühlstein, Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland
Wolfgang Nossen, Vorsitzender der Thüringischen Landesgemeinde, Direktorium des Zentralrats
Heinrich Olmer, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bamberg, Direktorium des Zentralrats
Sara-Ruth Schumann, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Oldenburg, Direktorium des Zentralrats
Katarina Seidler, Vorsitzende des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen, Direktorium des Zentralrats

und mit den neuen Absolventen des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam:

Gábór Lengyel, der 1941 in Budapest geboren wurde und die Schoa dort dank des Einsatzes des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg überlebte, ging 1956 nach Israel und kam 1965 zum Ingenieursstudium nach Deutschland. Der Diplom-Ingenieur war 15 Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Braunschweig und beteiligte sich nach seinem Umzug nach Hannover 1995 zusammen mit seiner Frau Aniko an der Gründung der dortigen Liberalen Jüdischen Gemeinde, in der er schon seit Jahren die Gottesdienste leitet. Seinen Ruhestand hat er für das Studium am Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam genutzt, das er mit einer hebräischsprachigen rabbinischen Arbeit über Begrifflichkeiten der Mischna am Beispiel des Traktats Schabbat abgeschlossen hat; daneben promoviert er zum Thema „Die drei Rabbinerseminare in Deutschland (1854-1938) und deren ungarische Hörer“. Für sein beharrliches Engagement als Brückenbauer zwischen den Religionen wurde Gábór Lengyel 2007 vom Verein „Begegnung – Christen und Juden Niedersachsen e.V. mit dem erstmalig verliehenen „Blickwechsel-Preis“ ausgezeichnet. Lengyel wird nun auch als Rabbiner weiterhin die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover betreuen. Er hat sich für einen Ordinationsspruch aus dem Mischna-Traktat Awot entschieden: „Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt“.

Richard Newman wurde 1941 in London geboren und wuchs in Kapstadt in Südafrika auf, wo er sich bereits in jungen Jahren in liberalen Gemeinden engagierte. Newman studierte Kunstgeschichte und Semitische Sprachen (darunter Hebräisch, Aramäisch und Ugaritisch) im englischen Leeds (BA Hons.), bevor er seinen BA Hons. und seinen MA in Judaistik an der University of South Africa machte. Newman lebte längere Zeit in einem Moschaw im nördlichen Negev und kehrte nach dem Ende der Apartheid nach Kapstadt zurück, wo er an der jüdischen Tagesschule unterrichtete und Kurator des Cape Town Jewish Museum wurde. Bevor er sein Studium am Abraham Geiger Kolleg aufnahm, lehrte Newman bereits am Center for Jewish Studies der University of Denver in den USA; in seiner Abschlussarbeit hat er sich mit dem Thema „Yom Truah“ auseinandergesetzt. Richard Newman, der eine Vielzahl von Veröffentlichungen aufweisen kann und Anfang dieses Jahres von der National Association of Temple Educators als „Reform Jewish Educator“ ausgezeichnet wurde, arbeitet bereits in der liberalen jüdischen Gemeinde von Kapstadt und wird dort nach seiner Ordination als Rabbiner tätig sein. Sein Ordinationsspruch lautet „Der Hort, untadelig ist sein Werk; denn alle seine Wege sind recht“ (Dtn 32:4).

Juval Porat wurde 1978 in Israel geboren und lernte erst an einer Jeschiwa in Israel, bevor er von 1997-2004 Architektur an der RWTH Aachen studierte. Schon während dieses Studiums stand Porat für verschiedene Gemeinden in Deutschland als Vorbeter zur Verfügung. Nach seiner Diplomarbeit arbeitete er zunächst in Berlin als Architekt, bevor er mit der Kantorenausbildung am Abraham Geiger Kolleg und dann am neu gegründeten Jewish Institute of Cantorial Arts begann. Neben seinem Studium hat sich Juval Porat in verschiedenen liberalen Gemeinden in Deutschland engagiert. Sein letztes Ausbildungsjahr verbrachte der gebürtige Israeli am Hebrew Union College in Jerusalem, wo er zusammen mit amerikanischen Kantorstudenten seine Studien vertiefen konnte. Schwerpunkte seiner Ausbildung waren neben den musikwissenschaftlichen Feldern die speziellen Anforderungen für den Gottes-dienst. In seiner Abschlussarbeit hat sich Juval Porat mit der Geschichte der Freitagabendliturgie beschäftigt und zum Abschluss seines Studiums ein Konzert zum Thema seiner Arbeit, „Zur musikalischen Entwicklung des Abendgebets für Schabbat in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis zu unserer Zeit“, präsentiert.

Dr. Roly Zylbersztein wurde 1965 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. In seiner Jugend engagierte er sich als Madrich in der dortigen liberalen Jugendbewegung. Nach seinem Schulabschluss studierte er in Israel erst Judaistik und Erziehungswissenschaften, um dann ein Rabbinatsstudium am Hebrew Union College in Jerusalem aufzunehmen. Nach vier Studienjahren pausierte Zylbersztein, um seinen Militärdienst abzuleisten; anschließend zog er mit seiner Frau Dalia in den liberalen Kibbuz Lotan, wo er zum Generalsekretär gewählt wurde, dann aber nach Jerusalem zurückkehrte, um seinen Studien in Jüdischer Geschichte mit einem Master abzuschließen. Von 2001 an unterrichtete Zylbersztein für zwei Jahre am Hebrew Union College in Cincinnati sowie an der dortigen Universität; während seiner akademischen Ausbildung erhielt er den renommierten Mendoza Prize und war Rotenstreich Stipendiat. Im Jahr 2007 zog Zylbersztein nach Berlin, wo er seine Dissertation abgeschlossen, an der Universität Potsdam gelehrt und dort auch sein Rabbinatsstudium beendet hat. Seit 2008 arbeitet Zylbersztein in der jüdischen Reformgemeinde in Barcelona, deren Rabbiner er wird. In seiner Abschlussarbeit hat er sich mit der Verpflichtung einer jüdischen Gemeinde zur Zedakah beschäftigt. Sein Ordinationsspruch stammt von Maimonides: „Man soll die Wahrheit akzeptieren, aus was für Quellen auch immer sie kommt.“

Der Gottesdienst wird musikalisch umrahmt von:

Mirlan Kasymaliev, Organist; Florence Sitruk, Harfinistin; Tom Pielucha, Trompete; Andreas Lange, Trompete; Michael Knake, Posaune; Yuki Harada, Posaune.

Und dem Chor des Jewish Institute of Cantorial Arts Potsdam unter Leitung von Varda Seelig mit Sandra Andrews-Strasko, Nikola David, Paul Strasko, Alina Treyher, Natalia Verzhbovska und Alexander Zakharenko.

Einladung (PDF)

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