Das Kolleg

1942 schlossen die Nationalsozialisten die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin - das Ende einer Ära, die mit Abraham Geiger ihren Anfang genommen hatte. 1836 hatte dieser die Gründung einer jüdisch-theologischen Fakultät gefordert, um sich im Geist akademischer Freiheit der jüdischen Tradition zu widmen.
Das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam ist das erste Rabbinerseminar in Mitteleuropa nach der Schoa. Das 1999 gegründete Kolleg wird getragen durch den Bund, das Land Brandenburg und die Kultusministerkonferenz, den Zentralrat der Juden in Deutschland und die Leo Baeck Foundation. Es bietet eine akademische Rabbinerausbildung im Rahmen einer staatlichen Universität. Ziel ist das Verständnis des Judentums in einem pluralistischen Zusammenhang. Seit 2007 bildet das Abraham Geiger Kolleg auch Kantoren aus. Die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam hat drei Säulen:
- Hohes akademisches Niveau durch eine breite Kursauswahl in Potsdam und Berlin. Das Studium mündet in einen Masterabschluss in Jüdischen Studien der Universität Potsdam.
- Professionelle Begleitung der Studenten in ihrer praktischen Ausbildung durch psychosoziale Betreuung
- Coaching der seelsorgerischen Praxis durch ein Mentorensystem
Rabbinische Studien werden in dem umfassenden Lehrplan des Kollegiums Jüdische Studien an der Universität Potsdam verankert und so in das große Umfeld einer Universität eingebettet. Dies fördert das Verständnis des Judentums in einem pluralistischen Zusammenhang. Das Abraham Geiger Kolleg ist Mitglied der Weltunion für progressives Judentum (WUPJ) und durch die Central Conference of American Rabbis (CCAR) akkreditiert.










