Abraham Geiger (1810-1874)

Rabbiner Abraham Geiger (1810–1874) lieferte die geistigen Grundlagen für eine Erneuerung des Judentums nach der Aufklärung. Der bedeutende Gelehrte war Wegbereiter des liberalen Judentums im 19. Jahrhundert und Gründervater der Einheitsgemeinde in Deutschland. Das Jüdisch-Theologische Seminar in Breslau und die Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums verdanken seiner Initiative ihre Existenz. Geiger forderte bereits 1836 die Gleichberechtigung bei der Ausbildung für das geistliche Amt durch eine jüdische Fakultät an einer staatlichen Universität. Das Abraham Geiger Kolleg folgt dem Motto seines Namensgebers: »Durch Erforschung des Einzelnen zur Erkenntnis des Allgemeinen, durch Kenntnis der Vergangenheit zum Verständnis der Gegenwart, durch Wissen zum Glauben.«


